Der Prozess, bei dem UV-LEDs traditionelle Deuteriumlampen oder Xenonlampen ersetzen, ist nicht nur ein Austausch der Lichtquelle, sondern ein System-Engineering, das Optik, Elektronik und Software umfasst.
Identifizieren Sie die UV-Absorptionspeaks der primären Verbindungen (Analyten), die durch HPLC oder GC detektiert werden sollen. Beispielsweise absorbieren viele pharmazeutische Inhaltsstoffe und aromatische Verbindungen stark um 254 nm, während Proteine und Nukleinsäuren um 260 nm oder 280 nm absorbieren.
Wählen Sie basierend auf dem Absorptionspeak des Analyten einen UV-C- oder UV-B-LED-Chip mit einer Emissionswellenlänge, die am besten mit dem Absorptionspeak des Analyten übereinstimmt. Wenn beispielsweise eine Detektion bei 254 nm erforderlich ist, wird eine Hochleistungs-UV-C-LED mit einem Peak im Bereich von 250–265 nm ausgewählt.
Bestimmen Sie die erforderliche Lichtausgangsleistung, die spektrale Bandbreite (LEDs sind im Allgemeinen schmalbandiger als Deuteriumlampen, ein erheblicher Vorteil) und die thermische Stabilität.
Stellen Sie sicher, dass das von der LED emittierte Licht effizient und stabil durch die mobile Phase (Flusszelle) gelangt. Der ausgewählte UV-LED-Chip sollte auf einem Substrat mit effektivem Wärmemanagement (z. B. Kupfer oder Keramik) verpackt sein, da die Leistung von UV-LEDs extrem temperaturempfindlich ist. Ein integrierter hocheffizienter Kühlkörper (typischerweise Wasserkühlung oder Peltier-Element-TEC-Kühlung) gewährleistet eine stabile LED-Sperrschichttemperatur und damit eine stabile Lichtausgabe und minimiert die spektrale Drift. Eine Mikrolinsenanordnung oder ein Parabolreflektor sollte so konzipiert sein, dass das weitwinklige Licht, das vom LED-Chip emittiert wird, gesammelt und zu einem parallelen Strahl (Kollimation) geformt wird. Traditionelle Deuteriumlampen sind nahezu punktförmige Lichtquellen, wodurch der Strahl leicht zu handhaben ist; UV-LEDs sind Oberflächenlichtquellen, die anspruchsvollere nicht-abbildende optische Designs erfordern, um Strahlgleichmäßigkeit und -effizienz zu gewährleisten. Der kollimierte Strahl wird dann in die Flusszelle (optische Weglänge) des Chromatographen geleitet. Die Flusszelle muss aus korrosionsbeständigen Materialien mit hoher UV-Transmission (z. B. Quarzglas) bestehen. Das LED-Lichtquellenmodul wird direkt auf beiden Seiten der Flusszelle angebracht oder integriert, wodurch das sperrige Lampengehäuse und die komplexen externen optischen Fasern/Lichtleiter herkömmlicher Deuteriumlampen ersetzt werden.
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Entwickeln Sie einen hochstabilen, rauscharmen Konstantstromtreiber. Die Lichtausgabe von UV-LEDs korreliert stark positiv mit dem Strom; alle Stromschwankungen wirken sich auf die Detektionsbasislinie aus.
Implementieren Sie ein Temperaturrückkopplungssystem (z. B. einen PID-Regler), um die LED-Sperrschichttemperatur in Echtzeit zu überwachen und die Leistung des TEC-Kühlers anzupassen, um LED-Temperaturschwankungen innerhalb eines sehr engen Bereichs (z. B. ±0,1 °C) zu halten.
Nutzen Sie die momentanen Ein-/Aus-Eigenschaften von LEDs, um eine hochfrequente Lichtstrahlmodulation (z. B. kHz-Pegel) zu erreichen.
Der Empfänger (Fotodiode) detektiert nur Lichtsignale, die mit der LED synchronisiert sind, wodurch Umgebungslichtstörungen und elektronisches Rauschen des Systems herausgefiltert werden, was das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und die Detektionsempfindlichkeit erheblich verbessert.
In der Chromatographie-Workstation-Software ersetzt dies die traditionelle „Aufwärm“-Schnittstelle der Lichtquelle durch eine „Sofortstart“-Schnittstelle. Die Software zeigt auch den Echtzeitstatus und die geschätzte Lebensdauer der LED an, was die Wartung durch den Benutzer erleichtert.
Ansprechpartner: Mr. Eric Hu
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